Vom Ende der Einsamkeit

“Sie fuhr mit den Fingern die schartige Tischkante entlang, und auf einmal war jede Zuversicht aus ihrem Gesicht verschwunden. Ihr Mund zuckte, sie versuchte es zu überspielen, aber das Zucken kehrte zurück. Schließlich trat sie hinter mich und schlang wie früher als Kind ihre Arme um mich. Ich hielt sie fest und dachte an ein Boot, das vor langer Zeit vom Ufer abgestoßen worden war, nur ganz leicht. Doch in all den Jahren hatte es nie etwas gegeben, was diesen winzigen ersten Impuls aufgehalten hätte, und so trieb das Boot immer weiter allein aufs Meer hinaus…”

  • Benedict Wells – Vom Ende der Einsamkeit

 

Photo: Ramona Müller

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