Juliet, Naked

Juliet, Naked

Bild: Penguin Publishers

“One thing about great art: it made you love people more, forgive them their petty transgressions. It worked in the way that religion was supposed to, if you thought about it. What did it matter that Annie had heard the album before he’d had his chance? Imagine all the people who’d heard the original album before he’d discovered it! Imagine all the people who’d seen Taxi Driver before him, come to that! Did that deaden its impact? Did it make it less his? He wanted to go home, hug her and talk about a morning that he would never forget.”

  • Nick Hornby – Juliet, Naked

A Long Way Down

Trailer

Es ist Silvester in London – kurz vor Mitternacht. Die ganze Stadt feiert den Jahreswechsel. Nur auf einem Hochhausdach findet eine andere Art Party statt. Vier Menschen, zwei Männer, zwei Frauen, zwei jung, zwei mittleren Alters. Aus verschiedenen Gründen wollen sie sich das Leben nehmen. Nur ist es schwer zu springen, wenn andere dabei zuschauen. So steigt einer nach dem anderen die Treppe wieder hinunter. Unter angekommen fängt es furchtbar an zu regnen. Martin Sharp, einst erfolgreicher TV-Moderator, fasst sich ein Herz und sammelt zuerst Maureen, eine alleinerziehende Mutter, ein, kurz danach auch J.J., um sie im Auto nach Hause zu fahren. Nur die exzentrische Jess ist nirgends zu finden. Die drei machen sich Sorgen. Sie spüren Jess völlig zugedröhnt in einem Club auf und bringen sie ins Krankenhaus. Die drei warten bis es allmählich hell wird. Nach und nach kommen sie sich näher. In der Morgendämmerung erscheint Jess und die vier schließen einen Pakt. Bis zum Valentinstag darf sich keiner umbringen. Diese Zeit gilt es zu überstehen.

A Long Way Down ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Nick Hornby. Wie auch About a Boy ist es eine Geschichte über die Unscheinbaren, Verlorenen und vermeintlichen Loser unserer Gesellschaft. Eine Geschichte darüber, was passiert, wenn man sich zusammen tut und wie wichtig Freunde im Leben sind. Menschen, die einem vertraut sind, denen man vertraut und die einem vertrauen. Die vier Hauptdartsteller haben mir alle gut gefallen, wobei Toni Collette, Imogen Poots und Aaron Paul Pierce Brosnan ein wenig den Rang ablaufen. Sie lassen mehr Tiefe in ihren Rollen erkennen. Mir hat ein wenig der Wortwitz, der tiefere Sinn in den Worten gefehlt. Gewiss liegt das unter anderem daran, dass ich den Film auf deutsch und nicht im englischen Original gesehen habe. An Hornbys About a Boy kommt er nicht ran, aber es ist durchaus ein guter Film.