Wie durch ein dunkles Glas

Wie durch ein dunkles Glas

Bild: Diogenes Verlag

Als ich die Sätze, besonders den zweiten gelesen habe, hat es mich sehr daran erinnert, wie schön und angenehm es war, letzte Woche endlich mal wieder Sonnenstrahlen auf der Haus zu fühlen.

“Auf der Uferpromenade wandte er sich nach links in Richtung Sant’Elena. Bald spürte er, wie die Sonne ihm die Wintersteife aus den Gliedern schmelzen ließ und sein Gang beschwingter wurde.”

Donna Leon – Wie durch ein dunkles Glas (Commissarion Brunettis fünfzehnter Fall)

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Blutige Steine

Blutige Steine

Bild: Diogenes Verlag

“Er sehe keinen anderen Ausweg als den, sein Priesteramt niederzulegen, da andernfalls, wenn er es seiner Überzeugung gemäß weiterführe, ständige Konflikte mit den Vorgesetzten unvermeidlich seien. Abschließend fügte er, in höchst respektvoller Weise hinzu, dass er im übrigen die Gesellschaft von Menschen, die zu Steinen beteten, jenen vorzöge, die sie anstelle eines Herzens in der Brust trügen.”

  • Donna Leon: Blutige Steine – Commissario Brunettis vierzehnter Fall

Professionelle Diagnose

Brunetti

Bild: Diogenes Verlag

“Wieder zögerte Carlotti lange und musterte Brunetti prüfend, wie um zu ergründen, ob er bei seinem Gegenüber, der ja von Berufs wegen ebenso mt den Schwächen der menschlichen Natur konfrontiert war wie er, wohl auf Verständnis stoßen würde. “Ich praktiziere nun schon seit über zwanzig Jahren, Commissario”, begann er endlich, “und es gehört zu meinem Beruf, in die Patienten hineinzuschauen. Die Leute mögen denken, ein Mediziner befasse sich allein mit physischen Defekten, aber mich hat die Praxis gelehrt, dass häufig erst eine kranke Seele auch den Körper krank macht. Und ich würde sagen, Floris Seele war heil und gesund.” Er senke die Lider, blickte dann wieder auf und sagte abschließend: “Genauer kann ich das leider nicht begründen, Commissario, von einer professionellen Diagnose ganz zu schweigen.”

 

  • Donna Leon – Beweise, dass es böse ist: Commissario Brunettis dreizehnter Fall