Kino: Pitch Perfect 3

Pitch Perfect 3 Poster

Bilder: Universal Pictures Germany

Mal ganz ehrlich: Einen Film wie “Pitch Perfect 3” schaut man nicht wegen der spannenden Storyline und den geilen Spezialeffekten. Hier geht’s um Feel-Good-Cinema mit guten Songs und cooler Performance. Und davon gibt es reichlich.

Die Bellas sind wieder vereint. Sie wollen ein letztes Mal zusammen auf der Bühne stehen. Also touren sie durch Südeuropa. Dort hüpfen sie von einer US-Militärbasis zur nächsten und erfreuen die Soldaten mit ihrem Gesang. Dabei sind sie aber nicht alleine. Noch drei weitere Bands performen on Stage. So entsteht ein allabendlicher “Battle of the Bands”. Ganz wie in alten Zeiten. Nur: Die anderen Bands benutzen Instrumente… *schock*

In “Pitch Perfect 3 – Letzte Runde Pitches” sind fast alle Bellas wieder vereint, die in den vorherigen Filmen auch mitgespielt haben. Beca (Anna Kendrick) und Fat Amy (Rebel Wilson), Aubrey (Anna Camp) und Chloe (Brittany Snow) und natürlich die Küken-Bella Emily (Hailee Steinfeld). Neu dabei in diesem Film ist Schauspielerin Ruby Rose. Aber nicht als Bella – bloß nicht -, sondern als Konkurrentin Calamity mit ihrer Band Evermoist. Elizabeth Banks spielt im Musical zwar noch als die Kommentatorin Gail mit, die Regie hat aber diesmal Trish Sie übernommen. Als Bösewicht im Film betritt John Lithgow als Fat Amys Vater Fergus die Bühne.

Alles gute Voraussetzungen für einen würdigen Nachfolger in der Trilogie. Nun ist es hier aber so wie mit fast allen Trilogien. Die Qualität wird von Film zu Film schlechter. Im dritten Teil ist die Story vorhersehbar und teilweise sehr übertrieben, die Witze sind oft sehr flach und Fat Amys Charakter nervt nur noch. Hut ab vor Rebel Wilson, dass sie das so lange durchhält. Aber wie schon gesagt: Es ist immer noch “Feel-Good-Cinema”. Wer die letzten beiden Teile mochte, wird auch die letzte Runde mögen. Ob es wirklich der letzte Auftritt ist, sei dahin gestellt. Genug Material für Spin-Offs oder Sequels gibt die Storyline auf jeden Fall her.

Anna Kendrick mag ich als Schauspielerin unheimlich gerne und auch hier bleibt sie ihrer Rolle bis zum Schluss treu. Ruby Rose finde ich persönlich nicht gut. Für mich ist sie einfach keine vielseitige Darstellerin, sondern bietet nur ein, zwei verschiedene Facetten. Ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren. John Lithgow sehe ich immer noch als Harry aus der Serie “3rd Rock from the Sun” (Hinterm Mond gleich links) vor mir. Irgendwie konnte ich in meinem Kopf nicht vereinen, dass der trottelige Harry nun der böse Fergus ist.

“Pitch Perfect 3” bietet nichts Neues und trotzdem macht es Spaß ihn anzuschauen. Einfach nicht ernst nehmen. Die Komödie nimmt sich nämlich selbst nicht ernst. Dann ist er auch richtig lustig und am Ende lautet es wie immer: Friede, Freude, Eierkuchen und alle haben sich lieb. Aca-awesome!

Ab 21. Dezember im Kino.

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Into the Woods

Trailer

Mit Into the Woods hat Disney ein Musical verfilmt, das auf verschiedenen bekannten Kindermärchen basiert. Ein Bäcker und seine Frau werden von der Hexe, ihrer Nachbarin, in den Wald geschickt, um vier Dinge zu besorgen. Sie benötigen eine Kuh, so weiß wie Milch, einen roten Umhang, einen goldenen Schuh und Haare, so gelb wie Mais, damit die Hexe den Fluch, der auf ihrem Haus lastet aufheben kann und die Frau des Bäckers endlich schwanger wird. So ziehen also der Bäcker und seine Frau in den Wald, um das Geforderte zu besorgen. Gleichzeitig macht sich Rotkäppchen auf den Weg in den Wald, um ihre Großmutter zu besuchen und Jack treibt seine Kuh Milkywhite durch den Wald zum nächsten Dorf. In der ersten Nacht macht sich Aschenputtel in ihren goldenen Schuhen auf den Weg zum Ball des Prinzen und flieht um Mitternacht in den Wald, um dem Prinzen zu entkommen. In einem Turm mitten im Wald hält die Hexe Rapunzel mit ihren langen gelben Haaren gefangen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich alle begegnen. Im magischen Wald vermischen sich die Märchen miteinander und es entsteht eine völlig neue Geschichte. Allerdings stehen sie am Ende alle einem gemeinsamen Feind gegenüber.

Fangen wir mit dem schönsten an: Endlich deckt mal jemand die Wahrheit über diese Disney-Prinzen auf. So sagt Prinz Charming auf die Frage, warum er Aschenputtel betrogen hat: “I was raised to be charming, not sincere!” Wie wahr, wie wahr. Treffender hätte man es nicht sagen können. Prinz Charming ist also kein Traumprinz. Ein Mythos abgehakt. Auch sonst sind die beiden Prinzen in Into the Woods mein persönliches Highlight, weil sie einfach so wunderbar hohl und eingebildet dargestellt werden, dass es amüsanter nicht sein könnte. Ansonsten haben mir alle Charaktere im Film gut gefallen, wobei mir Emily Blunt als Frau des Bäckers am meisten überzeugt. Gefreut habe ich mich, als ich Jacks Stimme wiedererkannt habe, da Daniel Huttlestone schon bei Les Miserables mitgespielt hat und er dort schon eine gute Leistung erbracht hat, sowohl stimmlich, als auch schauspielerisch. Die Szenerie des Waldes habe ich als sehr angenehm empfunden. Sie passt tatsächlich mehr zu einer Kulisse, als zu einem Filmset, aber das ist sehr stimmig. Into the Woods ist kurzweilig und nette Unterhaltung für die ganze Familie. Eben typisch Disney. Am Ende bleibt die Erkenntis: “Be careful what you wish for!”