Thor: Tag der Entscheidung

Thor Tag der Entscheidung

Bild: Walt Disney German

Nachdem mich “Thor: The Dark Kingdom” enttäuscht hat, war ich auf “Thor: Tag der Entscheidung” sehr gespannt. Und ich bin positiv überrascht. Die Balance zwischen Action und Story ist viel ausgeglichener. Außerdem punktet er mit so einigem Wortwitz und Situationskomik.

Thor und Loki erfahren, dass sie eine ältere Schwester namens Hela haben. Sie kann sich aus ihrer Gefangenschaft befreien, hat die Herrschaft über Asgard übernommen und versucht nun die Kontrolle des Universums an sich zu reißen. Währenddessen sitzt Thor auf dem Planeten Sakaar fest, ohne Freunde, ohne Hammer, ohne Plan. Neue Freundschaften sind schnell geknüft und alte Freunde wiedergefunden. Zusammen schmiedet die Truppe einen Plan. Nur die Sache mit dem Hammer lässt sich so einfach nicht lösen. Eine actionreiche und amüsante Reise beginnt.

Chris Hemsworth als namengebener Thor ist mittlerweile schon mehr oder weniger mit der Rolle verschmolzen. Er sticht nicht besonders hervor, spielt wie immer. Nur dass er diesmal ein wenig lernfähiger ist. Und wenn er gerade mal nicht in seiner Götterrüstung rumläuft, gefällt mir sein Style auf Erden sogar sehr gut. Für die Fans da draußen: Ja, Hemsworth läuft auch einige Minuten mit nacktem Oberkörper durchs Bild. Thors Rivalin, Hela, Göttin des Todes, gespielt von Cate Blanchett hat mir leider nicht sehr gut gefallen. Zu süffisant, zu oberflächlich, zu langweilig. Sie ist einfach nur da, um Asgard zu zerstören und dabei in Erinnerungen an längst vergangene Zeiten zu versinken. Die gute Dame hat einfach nicht mitbekommen, dass keiner sie mag. Aber als Göttin des Todes legt sie da wahrscheinlich auch keinen Wert drauf. Blanchett ist mir als Hela nicht böse genug. Für eine überzeugende Performance braucht es mehr als nur ein bisschen Spiel mit den Geschichtsmuskeln und schwenken mit ein paar Schwertern.

Wer mir immer wieder gut gefällt ist Tom Hiddleston als Loki. Ich mag seinen Charakter. Er ist wandelbar und unvorhersehbar. Ist er gut, ist er böse… lass dich überraschen. Ich muss zugeben, ich bin Loki-Fan. Hiddleston ist die Freude an seinem Charakter aber auch anzumerken. Er hat Ecken und Kanten, ein Gewissen und ist nicht so blasiert wie Thor und Hela, die perfekte Mischung aus Gut und Böse.

Ansonsten ist der Film voller Charaktere, die von super Schauspielern verkörpert werden. Angefangen bei Mark Ruffalo als Bruce Banner aka. The Hulk, über Iris Elba als Heimdall und dem kurzen Auftritt von Anthony Hopkins als Odin. Doch so richtig Spaß machen die Neulinge im Film: Jeff Goldblum als exzentrischer Grandmaster. Seine Welt erinnert sehr an “The Capital” aus “Die Tribute von Panem” und auch der Kampf zwischen Thor und Hulk ist eine moderne Form von Brot und Spiele. Valkyrie ist in Sakaar eine Art Kopfgeldjägerin. Sie bringt dem Grandmaster neue Beute, damit es in der Arena nicht langweilig wird. Doch eigentlich ist sie eine knallharte Kriegerin, die, gefangen auf Sakaar, ihre Erinnerung in Alkohol ertränkt. Tessa Thompson verkörper eine super Valkyrie. Außen badass, innen gar nicht so sehr. Sie lässt sich nichts einreden, entscheidet für sich selber. Es ist ihr anzusehen, dass sie vor ihrem Schmerz davonläuft, aber nicht vor ihrer Verantwortung. Mehr solcher starken Frauencharaktere, bitte.

An ein oder zwei Stellen ist der Film ein wenig zu witzig. Da wäre Zurückhaltung besser gewesen oder noch eine Minute Pause vor dem nächsten Gag. Doch das ist verzeihlich, besonders in der Anfangsszene. Neben dem erhöhten Komikfaktor, gefällt mir auch der leichte 80er Jahre Vibe sehr gut. Scheint wohl gerade modern zu sein. Was bei manchen Filmen zuviel ist, kommt in “Thor: Tag der Entscheidung” gerade richtig. Ein bisschen Neonfarben und ein mit Synthesizern angehauchter Soundtrack runden den Film ab. Hätte schief gehen können, ist es aber nicht.

“Thor: Tag der Entscheidung” ist super. Einfach reingehen. Da kann man nichts falsch machen.

Ab 31. Oktober im Kino.

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Tag 31 (Bonus)

Mein Lieblingsweihnachtsfilm: Love Actually (dt: Tatsächlich Liebe)

 

Ich wünsche euch allen da draußen ein friedliches Weihnachtsfest. Mir geht diese Weihnachten soviel durch den Kopf. Hank Green hat nach den Anschlägen in Paris gesagt: “I wanna think about the people who lost people and I wanna think about the people who’ve been lost.” Das werde ich diese Weihnachten tun. Ich wünsche mir, dass wir verstehen, dass Hass, Krieg und Zerstörung nicht die Lösung ist. Ich wünsche mir auch, dass wir alle versuchen, zu verstehen, dass etwas nicht böse ist, nur weil es anders ist. Die Welt ist groß genug für uns alle. Ich wünsche euch allen, egal, wer ihr seid, fröhliche Festtage!