Inferno

Inferno

Bild: Verlag Bastei Lübbe

“Die heißesten Orte der Hölle sind reserviert für jene, die in Zeiten moralischer Krisen nicht Partei ergreifen. Die Bedeutung dieser Worte war Langdon niemals klarer gewesen. In Zeiten der Gefahr gibt es keine größere Sünde als Untätigkeit.

Langdon wusste, er hatte sich selbst dieser Sünde schuldig gemacht – genau wie Millionen andere. Wenn es um den Zustand der Welt ging, dann war Verleugnung zu einer Pandemie geworden. Langdon schwor sich , das nie wieder zu vergessen.”

  • Dan Brown – Inferno

Room

Raum

Bild: Universal Pictures

Trailer

Room (dt. Raum) ist einer der krassesten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Als der Film zu Ende war, habe ich erstmal im Kino gesessen und brauchte ein Weile, um mich zu orientieren und meine Tränen trocknen zu lassen. Nachdem ich Spotlight schon gesehen hatte, habe ich gedacht, dass Room nicht mehr so schlimm werden könnte. Falsch gedacht. Das Drama hat meine Tränendrüse ganz schön in Anspruch genommen, aber es war jede Sekunde wert.

Schnell wird klar, dass der kleine Jack den Schuppen, in dem er mit seiner Mutter wohnt, nie verlassen hat. Er ist darin geboren worden. Die einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Oberlicht, durch das er den Himmel, Blätter und manchmal ein paar Vögel sehen kann. Die Tage in “Room”, wie er den Schuppen liebevoll nennt, sind immer gleich. Essen, ein improvisiertes Sportprogramm, viel spielen und ab und zu vorlesen. Nachts kommt oft ein seltsamer Mann. Dann muss sich Jack im Wandschrank verstecken.

Für ihn ist es schwer zu verstehen, als Ma ihm erzählt, dass sie nicht immer in “Room” gelebt hat. Sie möchte versuchen, aus “Room” zu entfliehen und er soll ihr dabei helfen. Ma entwirft einen Fluchtplan für Jack – und er geht tatsächlich auf! Nun beginnt die (Re-) Sozialisierung in einer Welt, die hungrig nach Sensation ist. Einer Welt die fremd (geworden) ist und die erbarmungslos mit alles und jedem ins Gericht geht. Einer Welt, die überwältigend ist, im guten und im schlechten Sinn und bei der man nicht weiß, ob sich der Kampf in ihr zu überleben überhaupt lohnt.

Room ist ein intensiver Film. Er geht unter die Haut. Brie Larson hat zurecht den Oscar für ihre umwerfende Darstellung der Ma bekommen. Aber auch der kleine Jacob Tremblay hat eine außergewöhnliche Mimik. Ich kann nicht genug Loblieder auf diesen Film singen. Das Schauspieler-Ensemble ist großartig. Da Emma Donoghue, die Autorin der Romanvorlage, auch das Drehbuch geschrieben hat, sind die Dialoge weder aufgesetzt noch gekünstelt, sondern authentisch und nachvollziehbar. Regisseur Lenny Abrahamson hat mit Room etwas geschaffen, das tief geht. Wer ein Drama erwartet, in dem am Ende alles gut wird und der Mythos der heilen Welt gewinnt, der ist bei Room falsch. Wer sich aber mit der Vielseitigkeit der menschlichen Psyche, gepaart mit ein wenig Gesellschaftskritik auseinandersetzen will, für den ist der Film genau richtig.

Room hat mich von der ersten Minute an in seinen Bann gezogen und mich am Ende verheult und erschüttert wieder in die Realität gespuckt. Unbedingt sehenswert!

Ab 28. Juli auf DVD erhältlich

 

My Thoughts

I had so much planned for this morning. And yet, I have only done two of those things. Necessary things. My mind keeps wondering of, and yes, every now and then, I have tears in my eyes. I am thinking about all the victims of senseless crimes and their families and loved ones, they left behind.

It is enough! My little soul cannot take much more but I know, it has to. Because if all of us who care and know that this is not right, stop caring because it hurts too much – then this world will be lost.

Looking out the window, I see a sky painted grey. It is gloomy. When will this nonsense stop? It hurts to hear – yet again – that innocent lives have been taken. It seems to become normal that we are killing each other: on trains, in the street, at clubs, in shopping centers, on remote islands; because of skin color, sexual orientation, religious believes. Because people dared to be happy?!? Because people dared to be who they are?!? But this is not normal. This is wrong!

I don’t know what to do. I don’t understand how someone can think, it is their right to take other people’s lives. What is the joy of causing hurt, despair and grief? What is the pleasure in producing fear and hostility? I know, hate is not the answer to hate.

I am going to fight against this madness. And if kind (written) words and love are my weapons – then, this be it! Ellen Page said: “…this world would be a whole lot better if we’d just made an effort to be less horrible to one another.” Can we, please, make an effort to be less horrible to one another?!? I do think, a little goes a long way.

No, I am still not okay…

The Green Mile

The Green Mile

Bild: Warner Bros. GmbH

“I’m tired, boss. Tired of being on the road, lonely as a sparrow in the rain. I’m tired of never having a buddy to be with, to tell me where we’s going to, coming from or why. Mostly, I’m tired of people being ugly to each other. I’m tired of all the pain I feel and hear in the world every day. There’s too much of it. It’s like pieces of glass in my head, all the time”

  • John Coffey – The Green Mile

Hatred

“Jo believed in a better world and she fought for it every day of her life with an energy, and a zest for life that would exhaust most people. She would have wanted two things above all else to happen now, one that our precious children are bathed in love and two, that we all unite to fight against the hatred that killed her. Hate doesn’t have a creed, race or religion, it is poisonous.”

  • Brendan Cox

 

Photo by Katharina Räubertochter