Sisters

Trailer

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich freiwillig in Sisters gesetzt hätte, ist verschwindend gering. Da ich aber spontan zum ersten Mal in meinem Leben in einem Sneak Preview war, konnte ich ihm nicht entkommen.

Maura und Kate Ellis sind in Orlando, Florida aufgewachsen. Nun sind beide schon in ihren dreißigern und stehen mehr oder weniger auf eigenen Beinen. Doch ihre Eltern bestellen sie wieder zurück nach Hause. Sie haben das alte Familien-Zuhause verkauft und sie sollen ihre Kinderzimmer ausräumen. Als sie in ihren alten Sachen herumkramen, kommen bei den Schwestern schnell alte Erinnerungen hoch. Die beiden Partyköniginnen wollen die gute alte Zeit aufleben lassen und mit ihren ebenfalls in die Jahre gekommenen High-School-Freunden noch eine letzte der berüchtigten Ellis-Island-Parties schmeißen.

Ein paar Dinge vorweg: Wo es nur geht, schaue ich mir die Filme, wenn sie auf Englisch sind, im Originalton an. Mich stört es einfach, wenn ich an den Lippen sehen kann, was eine Person eigentlich gesagt hat. Aber auch schon das bewegen der Lippen zu nicht vorhandenen Lauten und komische Mundgymnastik zu nicht passendem Text, kann mich leicht verrückt machen. Daher wäre der Film für meine Ohren und Augen noch genießbarer gewesen, wenn ich ihn im Original geschaut hätte. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass der Film auf Englisch nochmal witziger ist und durch das Übersetzen zumindest ein bisschen Wortwitz verloren gegangen ist.

Am Anfang habe ich mich gefragt, was denn da auf mich zukommt und ob ich das überleben werde? Ich muss sagen, der Film war bei weitem besser, als der Trailer mich hat glauben lassen. Ja, manchmal ist er platt und auch ein wenig peinlich, aber Amy Poehler als Maura und Tina Fey als Kate sind dabei so sympathisch, dass ich mich nicht so sehr fremdgeschämt habe, wie es sonst oft der Fall ist. Sisters ist eine wunderbare Persiflage auf die heutige (nicht-nur) amerikanische Gesellschaft. Er ist eine überspitzte Komödie, die manchmal so sehr über das Ziel hinausschießt, dass es nichts anderes als komisch sein kann. Außerdem kommt er ganz ohne Fäkalhumor aus. Das rechne ich ihm hoch an. Er bietet durchweg gute, doch wenig anspruchsvolle Unterhaltung. Wer die beiden Comedy-Queens aus den USA mag, wird nicht enttäuscht, doch im Gedächtnis bleibt der Film nicht.

 

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