The Age of Adaline

Trailer

The Age of Adaline (dt: Für immer Adaline) ist mal wieder ein Film auf den ich nicht selber aufmerksam wurde, sondern in den ich einfach ohne Erwartung mitgegangen bin. Enttäuscht war ich nicht.

Mit 29 Jahren hat Adaline Bowman einen tragischen Autounfall und hört auf zu altern. Das fällt irgendwann auf und um Fragen und Unannehmlichkeiten zu entgehen, verlässt Adaline ihren Heimatort und ihre 16-jährige Tochter, die als einzige von ihrem Geheimnis weiß. Ab da beginnt ein rastloses Leben, während dem sie immer auf der Hut ist und in dem für Liebe, Vertrauen und Geborgenheit kein Platz ist. Die Angst, was passiert, wenn jemand hinter ihr Geheimnis kommt, ist größer als der Wunsch nach Vertrautheit und Zuneigung. Nach 80 Jahren tritt Ellis in ihr Leben und es fällt ihr zunehmend schwerer, ihre Barrieren Aufrecht zu erhalten. Sie lässt sich auf ihn ein und beginnt ein Spiel mit dem Feuer. Ein Wochenende bei seinen Eltern hat verheerende Folgen und wirbelt alles durcheinander.

Ich muss zugeben, dass die Story nicht das ist, was mich an dem Film fasziniert. Sie ist süß und ein wunderbarer Schmachtfetzen. Das liegt wohl unter anderem an den beiden Hauptdarstellern Blake Lively als Adaline und Michiel Huisman als Ellis. Die beiden sind sowohl einzelt als auch als Paar eine Augenweide ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Außerdem liegt es daran, dass es eine vorhersehbare Liebesgeschichte ist. Der Plot des Films birgt wie gesagt keine Überraschungen, doch ist die (versteckte) Botschaft dahinter nicht außer Acht zu lassen. In einer Gesellschaft, in der sich viele ewige Jugend und Schönheit wünschen und dies über die Maßen zelebriert wird, zeigt der Film, dass genau das nicht zwangsweise glücklich macht, sondern eher zu einer Last wird. Be careful what you wish for!

Was mich gefesselt hat, waren zum einen die Kostüme, die so perfekt auf die Charaktere zugeschnitten sind und Wesenszüge einer jeden Figur nochmal unterstreichen und andererseits die Bilder, die der Film projiziert. Es wirkt, als wäre er in einen leichten Weichzeichner getaucht und doch sind die Bilder gestochen scharf. Ich weiß, das hört sich gegenteilig an, aber anders kann ich es nicht erklären. Die Straßen von San Francisco sind eine wunderbare Kulisse für den Film, ganz zu schweigen von Adalines liebevoll eingerichtetem Apartment. Die wunderschönste Szenerie ist aber der herbstliche Wald durch den Adaline spazierengeht. Ein Meer von bunten Blätter, wo man beim Betrachten, den kühlen Herbstwind auf der Haut spüren kann und dabei das leise Raschlen des Blattwerks vernimmt, ist atemberaubend schön. Schon alleine deswegen hat es sich gelohnt, den Film zu sehen.

Wenn nicht für die Story, so hat es sich doch definitiv für die Bilder gelohnt diesen Film zu schauen. Ich habe es nicht bereut.

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