Filme aus dem Flugzeug

In den letzten Wochen war es auf meinem Blog sehr ruhig. Der Grund dafür ist, dass ich mir eine längere Auszeit bei meiner Familie in den USA verschrieben habe. Nun ist das Kinovergnügen dort recht teuer, was dazu geführt hat, dass ich keine neuen Filme geschaut habe. Aber es gibt ja diese elendlangen Flüge über den Atlantik, während denen ich wunderbar ein paar nicht ganz aktuelle Filme schauen konnte, dich ich in Deutschland auf der Kinoleinwand verpasst habe oder die mich eigentlich gar nicht interessiert haben. Im folgenden gibt es also fünf Kurzrezensionen zu Cake, Elysium, Jupiter Ascending, Nachts im Museum 3 und Kingsman.

Cake

Worum es geht: Cake handelt von einer Frau, Claire, die versucht, sich nach einem schweren Autounfall wieder ins Leben zurückzukämpfen.

Was ich denke: Ich habe mir von dem Film mehr erwartet. Auch wenn Jennifer Aniston eine hervorragende Leistung abliefert, kratzt der Film nur an der Oberfläche. Er hört da auf zu graben, wo es wirklich weh tut. Ich hätte mir einen weitaus tieferen Einblick in Claires Seelenleben gewünscht. Zwar ist eine Entwicklung in ihrem Charakter sichtbar, doch ist auch diese sehr oberflächlich. Am Ende des Films wird klar, dass ein einziger Augenblick neu gewonnene Hoffnung sofort wieder zerstören kann. Aber das ist auch alles. Es ist schön zu sehen, dass Jennifer Aniston auch andere Rollen spielen kann, als die am Ende immer glückliche Mainstream-Frau, doch reicht das nicht, diesen Film wirklich sehenswert zu machen.

Elysium

Worum es geht: Auf Elysium, einer geräumigen Raumstation, wohnen die Reichen, Schönen und Privilegierten und genießen ihr Leben. Auf der Erde wohnen die Armen und Kranken, die dafür arbeiten müssen, dass Elysium funktioniert. Max wird beauftragt, in Elysium einzudringen und das Computersystem neu zu programmieren, um die Sonderrechte und die Mißverhältnisse zu beenden.

Was ich denke: Was für ein großartiger Scheiß! Der Film ist laut, vorhersehbar und langweilig. Die Unterdrückten müssen sich gegen die Unterdrücker wehren, dann wird alles wieder gut, denn alle Menschen sind gleich. Das ist so abgedroschen und platt dargestellt, dass es wirklich keinen Spaß macht, zuzuschauen. Da hilft Jodie Foster leider auch nicht mehr.

Jupiter Ascending

Worum es geht: Jupiter Jones (Mila Kunis) findet heraus, dass sie zu einem außerirdischen Adelsgeschlecht gehört und ihr die Erde gehört. So verlockend dieses neue Leben auch ist, bringt es auch allerhand Probleme mit sich. Am Ende steht eine große Entscheidung und ein riesiger Show-down. Das alles ist gepaart mit einer netten Liebesgeschichte.

Was ich denke: Genauso wie Elysium behandelt der Film die Würde und den Wert des Menschen. Auch wenn Jupiter Ascending ebenso actionreich ist, ist er doch bei weitem witziger. Eddie Redmayne zeigt auch in diesem Film, was für ein genialer Schauspieler er ist. Der Gedanke, der hinter diesem Film steckt, ist erschreckend. Kein Must-See, aber immer noch ein guter Film.

Nachts im Museum 3: Das geheimnisvolle Grabmal

Worum es geht: Wie schon in den beiden Filmen davor, werden nachts dank einer magischen Tafel die Museumsexponate lebendig. Doch die Tafel läuft langsam dunkel an und die Exponate werden steif oder fallen in Ohnmacht. Um herauszufinden, wie er den Verfall aufhalten kann, muss Nachtwächter Larry ins Naturkunde Museum in London reisen.

Was ich denke: Wer die vorherigen beiden Teile mag, wird auch bei diesem auf seine Kosten kommen. Kurzweilig, humorvoll und amüsant bietet der Film nette Unterhaltung. Im Grunde kann man mit dem Film nichts falsch machen, wenn man eine nette Komödie schauen möchte. Rebel Wilson ist großartig.

Kingsman: The Secret Service

Worum es geht: Eggsys Vater starb bei einem Einsatz des Secret Service seiner Majestät. Nun, 15 Jahre später, liegt es an Eggsy, zu zeigen, was in ihm steckt und ob er sich selber aus der Misere ziehen kann, die er Leben nennt. Um sich gegen seine Mitstreiter durchzusetzen, muss er einige Aufgaben bestehen. Aber auch an der Seite seines Mentors Harry Hart, muss er manche geplanten, aber auch unerwarteteten Schwierigkeiten meistern. Am Ende müssen sie – wie kann es anders sein – die Welt retten. Schließlich ist das hier ein britischer Geheimagentenfilm.

Was ich denke: Der Film startet ein wenig schleppend, aber dann besticht er durch seine Balance aus Action und britischem Humor. Colin Firth als Harry Hart und Samuel L. Jackson als lispelnder Bösewicht sind meisterhaft. In den ersten zwanzig Minuten habe ich gedacht, das wird nie was und dann wurde er immer besser und besser. Ein wenig klischeehaft ist er schon, aber das schadet nicht. Einige brutalere Szene gibt es auch, die nichts für zartbesaitete Gemüter sind. Alles in allem ein guter Film mit ein paar unvorhergesehenen Twists.

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