Into the Woods

Trailer

Mit Into the Woods hat Disney ein Musical verfilmt, das auf verschiedenen bekannten Kindermärchen basiert. Ein Bäcker und seine Frau werden von der Hexe, ihrer Nachbarin, in den Wald geschickt, um vier Dinge zu besorgen. Sie benötigen eine Kuh, so weiß wie Milch, einen roten Umhang, einen goldenen Schuh und Haare, so gelb wie Mais, damit die Hexe den Fluch, der auf ihrem Haus lastet aufheben kann und die Frau des Bäckers endlich schwanger wird. So ziehen also der Bäcker und seine Frau in den Wald, um das Geforderte zu besorgen. Gleichzeitig macht sich Rotkäppchen auf den Weg in den Wald, um ihre Großmutter zu besuchen und Jack treibt seine Kuh Milkywhite durch den Wald zum nächsten Dorf. In der ersten Nacht macht sich Aschenputtel in ihren goldenen Schuhen auf den Weg zum Ball des Prinzen und flieht um Mitternacht in den Wald, um dem Prinzen zu entkommen. In einem Turm mitten im Wald hält die Hexe Rapunzel mit ihren langen gelben Haaren gefangen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich alle begegnen. Im magischen Wald vermischen sich die Märchen miteinander und es entsteht eine völlig neue Geschichte. Allerdings stehen sie am Ende alle einem gemeinsamen Feind gegenüber.

Fangen wir mit dem schönsten an: Endlich deckt mal jemand die Wahrheit über diese Disney-Prinzen auf. So sagt Prinz Charming auf die Frage, warum er Aschenputtel betrogen hat: “I was raised to be charming, not sincere!” Wie wahr, wie wahr. Treffender hätte man es nicht sagen können. Prinz Charming ist also kein Traumprinz. Ein Mythos abgehakt. Auch sonst sind die beiden Prinzen in Into the Woods mein persönliches Highlight, weil sie einfach so wunderbar hohl und eingebildet dargestellt werden, dass es amüsanter nicht sein könnte. Ansonsten haben mir alle Charaktere im Film gut gefallen, wobei mir Emily Blunt als Frau des Bäckers am meisten überzeugt. Gefreut habe ich mich, als ich Jacks Stimme wiedererkannt habe, da Daniel Huttlestone schon bei Les Miserables mitgespielt hat und er dort schon eine gute Leistung erbracht hat, sowohl stimmlich, als auch schauspielerisch. Die Szenerie des Waldes habe ich als sehr angenehm empfunden. Sie passt tatsächlich mehr zu einer Kulisse, als zu einem Filmset, aber das ist sehr stimmig. Into the Woods ist kurzweilig und nette Unterhaltung für die ganze Familie. Eben typisch Disney. Am Ende bleibt die Erkenntis: “Be careful what you wish for!”

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