Wild (Der große Trip)

Trailer

“Ich muss tausend Meilen laufen, um zu mir selber zu finden.” Cheryl will endlich die Frau werden, die sie immer sein wollte. Die Frau, die ihre Mutter stolz gemacht hätte. Sie versucht ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Dafür begibt sie sich auf den PCT (Pacific Crest Trail), der von der mexikanischen Grenze bis rauf an die Grenze zu Kanada längs durch Kalifornien, Oregon und Washington verläuft. So auf sich allein gestellt, erscheinen während der Wanderung immer mehr Bilder aus früheren Zeiten. Sie weiß, dass sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss, um am Ende des Weges ein neues Leben beginnen zu können.

Wild beruht auf einer wahren Geschichte, die die tatsächliche Cheryl Strayed in ihrem Buch aufgeschrieben hat. Die Idee alleine – Laufen, um wieder zu sich zu finden – ist alt, und dennoch immer aufs Neue faszinierend. Cheryls Wanderung ist gesäumt mit Rückblenden. So sieht der Zuschauer ihre Gedanken und erfährt, worüber sie gerade nachdenkt und mit was sie sich in diesem Moment auseinandersetzt. Es entfaltet sich ein schwieriges Leben, in der die Liebe zu ihrer Mutter im Vordergrund stand.Ein Leben, das vollkommen aus den Fugen geriet, als die Mutter viel zu früh an Krebs stirbt. Anfang zwanzig und völlig verloren, kämpft sich Cheryl durch die Welt und verliert diesen Kampf doch immer wieder. Innerlich völlig zerrüttet macht sie sich auf den schweren Weg durch Wüste, Berge, Täler, Wälder. Bis auf die paar Menschen, die sie in den Camps und selten auf dem Weg trifft, ist es eine emotionale Reise durch atemberaubende Landschaften und die Tiefen eines Lebens und auch einer Seele.

Der Film hat mich gefühlsmäßig nicht so ergriffen, wie ich es vorher gedacht habe. Trotzdem war er mitreißend und auf seine eigene Art und Weise spannend. Die zwei Stunden sind nicht langweilig gewesen. Der Film hat mich genau da aufgefangen, wo ich gerade bin und mich zum Nachdenken angeregt. Allerdings habe ich mir an manchen Stellen – besonders auf der Reise – noch mehr Tiefgang gewünscht. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Cheryl die Gedanken, die sie hat, nicht erreichen. Es dauert lange bis sie eine emotionale Reaktion auf ihre Gedanken zeigt. Ob das so gewollt ist und so ihre innere Wanderung und Veränderung zeigen soll, kann ich nicht beurteilen. Reese Witherspoon als Cheryl Strayed hat mir gut gefallen, aber ob ihre Performance oscarwürdig war, sei dahin gestellt.

Alles in allem hat mir der Film gut gefallen und schon allein wegen der Landschaftsaufnahmen hat es sich gelohnt, ins Kino zu gehen.

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3 thoughts on “Wild (Der große Trip)

  1. Würdest du sagen, der Film ist so ähnlich wie “into the wild”? Besser/schlechter/anders? Into the wild fand ich nämlich nicht soo toll…

  2. Er ist anders als “Into the wild”, aber trotzdem habe ich mich an den Film erinnert gefühlt. Daher würde ich sagen, dass er dann eher nichts für dich ist.

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