Mortdecai

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Lord Charlie Mortdecai ist ein nicht ganz ehrlicher Kunsthändler. Außerdem steckt er gerade in Schwierigkeiten, weil er seine Steuerschulden nicht bezahlen kann. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass Inspektor Alistair Martland bei ihm auftaucht und ihn bittet, ihm bei der Aufklärung eines Mordfalls zu helfen. Eine Restaurateurin ist ums Leben gekommen, während sie ein wertvolles Goya-Gemälde bearbeitete. Zu allem Überfluss hat der Mörder das Bild gleich mitgehen lassen. Um den Mord aufzuklären, aber hauptsächlich, um das Gemälde wieder zu beschaffen, wendet sich Martland an Mortdecai. Dieser macht sich sofort an die Arbeit, wittert er doch einen beträchtliche Summe, die ihm bei der Schuldentilgung helfen kann. Sein getreuer Diener (im englischen Original liebevoll Man-Servant genannt) Jock ist dabei immer an seiner Seite. So machen sich die beiden auf die Suche nach dem Bild. Immer dicht auf ihren Fersen ist ein mutmaßliche Terrorist Emil Strago, der das Bild zu Geld machen will, um dafür unlautere Zwecke zu unterstützen. Aber Mortdecai und Strago sind nicht die einzigen, die es auf das Bild abgesehen haben. Eine rasante Jagd beginnt.

Mortdecai – Der Teilzeitgauner ist ein absurd witziger Film. Die Story ist simpel, nichts anspruchsvolles. Der Film will unterhalten und das schafft er. Besonders Johnny Depp als Charlie Mortdecai ist wunderbar mit seinen Gesten und seiner umwerfend vielseitigen Mimik. Streckenweise hatte Lord Mortdecai etwas von Captain Jack Sparrow. Auch das Zusammenspiel mit seinem Diener Jock ist herrlich. Die beiden sind das perfekte Paar. Auch wunderbar ist die Beziehung zwischen Johanna Mortdecai (Gwyneth Paltrow) und Charlie. Gwyneth Paltrow hat offen zugegeben, dass es ihr bei vielen Szenen sehr schwer gefallen ist, nicht laut los zu lachen. An wenigen Stellen merkt man das tatsächlich, aber das stört überhaupt nicht. Im Gegenteil: Es macht den Film noch unterhaltsamer, dass die Schauspieler sich selber und den Film auch nicht zu hundert Prozent Ernst nehmen. Das einzige, was mir nicht gefallen hat, war eine kurze Episode, wo Erbrochenes eine Rolle spielt – ich bin dabei aber auch sehr eigen und es war bei weitem nicht so schlimm wie in anderen Filmen. Es ist kein tiefgründiger Film, der eine intensive Aussage hat. Aber es ist ein äußerst unterhaltsamer Film ohne platten Humor mit viel Situationskomik. Er wird nicht langweilig und ist somit die perfekt Abendunterhaltung, wenn man sich einfach mal köstlichen amüsieren möchte.

The Theory of Everything

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The Theory of Everything (dt. Die Entdeckung der Unendlichkeit) befasst sich mit dem Lebenslauf des berühmten Physikers Stephen Hawking. Der Film steigt sofort ins Geschehen ein. Wir befinden uns in den 1960er Jahren an der Cambridge-Universität in England. Hawking ist dort als Doktorand in theoretischer Physik angenommen worden und blüht in seiner Arbeit auf. Beflügelt wird er auch durch Jane, einer Studentin, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Die Anziehung beruht auf Gegenseitigkeit und beide sind überglücklich. Das unbefleckte Glück wehrt nicht lang, denn nach einem Zusammenbruch wird bei Hawking ALS diagnostiziert. Die Ärzte geben ihm nur noch zwei Jahre zu Leben. Doch beflügelt von seiner Liebe zu Jane und zu seiner Arbeit trotzt er allen Voraussagen und geht seinen ganz eigenen Weg.

Der Film hat mich in seiner Ehrlichkeit berührt. Es wird nichts beschönigt, aber auch nichts unnötig dramatisiert. Er zeigt den Weg eines heute großen Mannes. Immer an seiner Seite ist Jane. Die tiefe Liebe, die die beiden verbindet tut weh. Und auch wenn sie erschöpft ist und nach Anerkennung und Trost sucht, auch wenn sie verzweifelt ist, so fühlt sich Jane Steven doch zutiefst verbunden und kann ihn nicht aufgeben. Sie gibt ihm, was er braucht, um das zu sein, was er zu sein vermag. Dafür würde er ihr gerne mehr geben, aber dabei stößt er an seine Grenzen. Die Beziehung der beiden ist so komplex und dennoch wunderbar dargestellt, dass der Film trotz seiner Länge nicht langweilig wird. Dazu tragen auch die Leistungen von Eddie Redmayne als Stephen Hawking und Felicity Jones als Jane Wilde bei. Redmayne spielt so nuaunciert und genau, dass er zu recht für den Oscar nominiert ist. Jones steht ihm aber in nichts nach. Ihre Zerrissenheit zwischen ihrer Liebe zu Stephen und ihren eigenen Bedürfnissen, die immer wieder zu kurz kommen, spielt sie sehr feinfühlig und eingängig. Ein zugleich faszinierender, wie schöner Film auf der einen Seite darüber, was eine Liebe aushalten kann und auf der anderen Seite, was im Leben alles möglich ist, wenn der Wille stark genug ist.