Pride

Trailer

Es war einmal eine schöne Insel mit dem Namen Großbritannien. Auf dieser Insel lebten Minenarbeiter, die tagein tagaus ihr Bestes gaben, um die Inselbewohner mit genügend Kohle zu versorgen. Doch eines Tages hatten sie genug. Sie schuffteten und schuffteten, aber nie schienen die Anführerin, genannt Eiserne Lady, und ihre Kumpanen genug zu haben. Außerdem wurden die Minenarbeiter schlecht behandelt und bezahlt und eine Gesetzesänderung sollte es für sie noch schlimmer machen. Das wollten sie sich nicht gefallen lassen und beschlossen zu streiken. Die Inselbewohner konnten es nicht verstehen und hatten nur Spott und Hohn für die sie übrig. Auch die Polizei wollte ihnen nicht helfen, schlugen sie sogar und steckten manch einen ins Gefängnis. Währenddessen traf sich in der Hauptstadt eine Gruppe Homosexueller zu ihrem wöchentlichen Treffen. Auch sie litten unter der Ausgrenzung und der Unverständlichkeit gegenüber ihrem Lebens von Seiten den Bevölkerung. Weil sie die Situation der Minenarbeiter gut verstehen und nachvollziehen konnten, beschlossen sie, ihnen mit Geldspenden zu helfen. Die Organisation “Lesbians and Gays Support the Minors” (LGSM) war geboren. Es gab ein paar Verständnisschwierigkeiten zwischen den Minenarbeitern und den Lesben und Schwulen, aber nach einem Besuch in Wales wurden viele schnell Freunde, die einander schätzten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, könnte man sagen. Aber da war ja noch das Problem, dass die Minenarbeiter schlecht behandelt und unterbezahlt waren. So handelt der Film aber nicht vom Kampf für bessere Arbeitsbedingungen, sondern davon, wie sich Toleranz und Verständnis entwickeln, wenn zwei Randgruppen aufeinandertreffen.

“Pride” ist soviel lustiger, als es dieses ernste Thema vermuten lässt. Die Lacher schütteln einen von der ersten bis zur letzten Minute. Dabei wird es zwischendurch durchaus immer wieder ernst, aber Situationskomik, Ironie und Sarkasmus – teils typisch britischer schwarzer Humor – lassen keinen Trübsinn aufkommen. Auch die Achtziger Jahre werden anhand von Kleidung, Frisuren und vor allem Musik lebendig. Wenn Dominic West alias Jonathan zu ‘Shame Shame Shame’ groovt und dabei die walisischen Frauen über die Tanzfläche wirbelt, staunen die (heterosexuellen) Männer nicht schlecht. Es wird mit Vorurteilen gegenüber Homosexuellen aufgeräumt, wobei fast jedes Cliché einmal durchgespielt wird. Es sind keine Schönlinge und Adonisse, die auf der Leinwand agieren, sondern Menschen, die man jeden Tage auf der Straße sieht. Leute, wie du und ich. Dadurch ist die Identifikation mit den Personen so einfach. Wer hat nicht schon mal gedacht, dass er sich ungerecht behandelt oder ausgegrenzt fühlt. Alle Schaupieler und Schauspielerinnen sind großartig. Einen einzelnen rauszupicken, wäre ungerecht. Dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht, macht ihn umso sehenswerter. Bei weitem eine der besten Komödien, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Unbedingt anschauen!

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