The Hundred-Foot Journey

Trailer

Dieser Film hat mich von der ersten bis zur letzten Minute fasziniert. Die Farben, die Musik, die Landschaft, die Schauspieler. Alles stimmt. Der Film spielt mit allen Sinnen. Nicht nur Auge und Ohr, sondern auch Geruch, Geschmack und Gefühl kommen durch die Eindrücke, die dieser Film hinterlässt, voll auf ihre Kosten. Die bunten Farben des indischen Essens, das Chaos in der Küche, gepaart mit der Ausgelassenheit der indischen Familie Kadam stehen im starken Kontrast zum überschaubaren, geordneten, extakt geplanten Essen, das im französischen Restaurant “Saule Pleurer” der Madame Mallory serviert wird. Doch formen die indische Ausgelassenheit und die französische Zurückhaltung eine perfekte Symbiose.

Durch einen harten Schicksalsschlag getroffen, verlässt Papa Kadam mit seinen fünf Kindern Mumbai und zieht in den Süden Frankreichs. Dort – im kleinen Bergdorf Saint-Antonin-Noble-Val – eröffnet er das Restaurant “Maison Mumbai”. Sein Sohn Hassan kocht mit allen Sinnen. Er fühlt das Kochen intuitiv und lässt sich von seinen Gefühlen leiten. Unterstützt wird er vom Rest der Familie. Madame Mallory ist davon gar nicht begeistert. So liegt das Restaurant doch genau gegenüber ihres Sternerestaurants, das feinste Haute Cuisine serviert. Ein Nachbarschaftskrieg par exellence beginnt. Mit Papa Kadam und Madame Mallory treffen zwei außerordentliche Dickköpfe aufeinander. Diese Feindschaft ändert sich erst nach einer verhängnisvollen Nacht, die beide Parteien dazu bewegt, einen Schritt aufeinander zu zu gehen. Hassan drängt es mehr als die indische Küche kennenzulernen und wünscht sich bei Madame Mallory in die Lehre zu gehen. Diesem Wunsch steht nur ein einziges Omlette im Weg. Kann Hassan Madame Mallory von sich überzeugen? Und was wird sein Vater dazu sagen?

Ja, die Story ist vorhersehbar, aber das tut dem Film nicht weh. Die wunderschönen Bilder saugen einen auf und die Kameraführung sorgt dafür, dass man mitten ins Geschehen eintaucht. Die Schauspieler sind alle wunderbar. Allen voran natürlich Helen Mirren, als Madame Mallory, die ein exzellentes Französisch spricht und sich sogar einen zuerst etwas befremdlichen französischen Akzent im Englischen antrainiert hat. Ihr Gegenpart Om Puri als Papa Kadam, der einen robusten Charme, Witz und Kraft verströmt, steht ihr in nichts nach. Die beiden jungen Schauspieler Manish Dayal als Hassan und Charlotte Le Bon als Marguerite passen perfekt zueinander. Beide sprühen vor Leidenschaft und Hingabe. Nicht nur für das Kochen oder für einander, sondern auch für ihre Rollen. Der Film ist so liebevoll und angenehm, dass ich aus dieser Welt nicht auftauchen wollte und es mehr als einen Seufzer gebraucht hat, bis ich wieder in der Realtiät war. Der Film hinterlässt ein warmes, zufriedenes Gefühl.

Wer so wie ich glaubt, dass man mit gutem Essen die Welt verändern und Menschen näher zusammenbringen kann, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen. Oprah Winfrey – neben Steven Spielberg – die Produzentin des Films, fasst die Quintessenz perfekt zusammen: “We are more alike than we are different.”

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