Die Karte meiner Träume

Trailer

T.S. Spivet ist zehn Jahre alt und lebt mit seiner Familie auf einer Ranch in Montana. Anstatt wie andere Kinder Fußball zu spielen oder wie sein Zwillingsbruder Layton durch die Hügel zu streunen und Blechdosen abzuschießen, beschäftigt er sich lieber damit, seine Erfindungen zu perfektionieren, Dinge maßstabgetreu zu zeichnen oder seine Umgebung zu vermessen. Ein hochbegabtes Kind in einer ungewöhnlichen Familie. An einem sonnigen Nachmittag kurz vor Ende der Sommerferien klingelt bei den Spivets das Telefon. T.S. nimmt ab. Das “Smithonian” ist am Telefon. Eine seiner Erfindungen hat den renommierten “Baird-Award” gewonnen. Er wird am Montag in Washington D.C. erwartet, um seinen Preis entgegen zu nehmen. Nach kurzem Überlegen und gründlichem Planen macht er sich bei Sonnenaufgang alleine auf den Weg an die Ostküste. Seiner Familie schreibt er eine Nachricht. Als blinder Passagier im Zug und per Anhalter landet er schließlich nach überstandenen Strapazen und Abenteuern am Ziel seiner Reise und nimmt seinen Preis entgegen. Vollkommen überraschend schüttet der verunsicherte Junge in seiner Dankesrede dem zutiefst gerührten Publikum sein Herz aus und öffnet damit ungeahnte Tore.

“Die Karte meiner Träume” ist ein Film, der alles hat. Er ist witzig, charmant, originell und spannend. Die Geschichte eines ungewöhnlichen Kindes, das eine traurige Geschichte in sich trägt. Kyle Catlett als T.S. Spivet hat mir gut gefallen. Er hat eine wunderbare Mimik durch die man in sein Inneres schauen kann. Auch seine kurzen, imaginären Dialoge mit seinem Zwillingsbruder sind schön gemacht. Helena Bonham Carter als seine Mutter, die eigenartige Wissenschaftlerin, porträtiert die Rolle glaubhaft und mit viel Herz. Durch die Schauspieler zeigt der Film sehr anschaulich, was mit einer Familie passieren kann, wenn ein Unglück tot geschwiegen wird. Die Bilder, besonders der Ranch und der Landschaft Montanas, sind wunderbar anzuschauen. Gerade hier hat sich die 3D-Fassung gelohnt. Zusätzlich werden so einige Erfindungen in den Vordergrund gerückt.

Auch wenn mir das Ende der Filmadaption besser gefallen hat, als das Ende der Romanvorlage kommt der Rest des Films leider nicht an die ersten Zweidrittel des Buchs heran. Das kommt unter anderem daher, dass die ganzen Zeichnungen und Karten zum Großteil nicht auf die Leinwand übertragen werden konnten. Trotz dieses Mankos ist es ein durchaus sehenswehrter, schöner Film mit Herz.

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