The Grand Budapest Hotel

Trailer

Der Schriftsteller begibt sich auf eine Reise in das Grand Budapest Hotel. Dort trifft er auf Concierge Zéro, der ihn nach kurzem Gespräch für den Abend ins Hotelrestaurant einlädt. Das Hotel wirkt heruntergekommen. Nur wenige Gäste haben sich im Hotel einquartiert und sich ebenfalls an anderen Tischen im Speisesaal eingefunden. Nach kurzer Zeit beginnt Zéro über die guten alten Zeiten des Hotels zu plaudern und seine Geschichte zu erzählen.

Bonbonrosafarben, in den idyllischen Bergen eines imaginären Landes im Osten Europas gelegen, ist es das Zuhause des über alles geschätzten Concierge Gustave H. Er ist die Seele des berühmten Grand Budapest Hotel. Dort geht es zu wie in einem Bienenstock. Alles ist in Bewegung. Es herrscht geschäftiges Treiben und Mitten drin der junge Zéro Moustafa, der im Hotel als Lobby Boy anfangen möchte. Gustave H. nimmt ihn unter seine Fitiche, woraufhin ihm Zéro nur noch in Ausnahmefällen von der Seite weicht. Madame H., eine alte Dame und Stammgast im Hotel, wird von Monsieur Gustave persönlich betreut. Sie macht sich unter Protest auf den Weg zu ihrer Familie ins Vorkriegsdeutschland. Wenige Tage nach ihrer Abreise wird bekannt, dass sie gestorben ist. Gustave und Zéro machen sich sofort auf den Weg nach Deutschland, um der Beerdigung beizuwohnen. Bei der Testamentsverlesung wird eröffnet, dass Madame H. dem Concierge das kostbare Gemälde “Junge mit Apfel” vererbt hat. Die Familie ist empört und versucht die Entwendung des Bildes mit allen Mitteln zu verhindern. Ein rasantes Katz- und Maus-Spiel beginnt.

Der Film spielt vor einer Kulisse, die aussieht als wäre sie aus Pappmachee gemacht und könnte bei jeder Berührung umfallen. Dazu tragen auch die pastelligen Farben, in denen die Kulissen gehalten sind, bei. Im Kontrast dazu steht das prunkvolle Innere des Hotels. Alles im Film, sowohl Dialoge als auch Handlung, sind ein wenig absurd und dennoch subtil witzig. Regisseur Wes Andersons Humor ist bei Zeiten gewöhnungsbedürftig. Die meisten Szenen passen eher zu einer Theateraufführung, was aber einen großen Teil zum Charme des Films beiträgt. Ralph Fiennes als Concierge Gustave H. ist meisterhaft, ebenfalls das Zusammenspiel mit Tony Revolori, seinem Lobby Boy. Der wohl prägenste Satz des Films ist Gustaves Satz: “I go to bed with all my friends!” Diese großzügige, ehrliche Liebe ist die Grundlage des ganzen Films.

Grand Budapest Hotel ist ein kurzweiliger Film mit einem gewaltigen Staraufgebot bis in die kleinste Nebenrolle. Er ist weder übermässig spannend, noch zu Tränen rührend oder schenkelklopferkomisch. Er ist einfach nur gute Unterhaltung. Manchmal braucht es nicht mehr.

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