Dallas Buyers Club

Trailer

Dallas, Texas, 1985. Ron Woodroof: Säufer, Spieler, Raucher, homophob, sexfanatisch und ein riesengroßer Rodeo-Fan. Ein Lebemann, ständig auf der Suche nach dem nächsten Kick, zieht er auch mal seine Wettpartner und Freunde über den Tisch, um dann doch zu verlieren. Er wohnt in einer Wohnwagen Siedlung und arbeitet als Elektriker. An einem diesigen Tag wird er zu einem Unfall gerufen. Das Bein seines illegal beschäftigten Kollegen ist in den Hexler gekommen. Um ihm zu helfen, will er den Strom abstellen. Dabei bekommt er einen immensen Stromschlag und wacht im Krankenhaus wieder auf. Er will gerade gehen, als ein Arzt und seine Kollegin hereinkommen und ihm eröffnen, dass er sich wieder ausziehen soll. Er hat noch ungefähr einen Monat zu leben, denn er hat Aids. Außer sich vor Wut, stürmt er aus dem Krankenhaus. Er will es nicht wahr haben. Doch nach intensiver Recherche wird ihm klar, dass es bei weitem nicht nur eine Schwulen- und Junkie-Krankehit ist und die Möglichkeit doch besteht, dass er sich angesteckt hat. Widerwillig geht er zurück zur Klinik, um sich behandeln zu lassen. Die Teilnahme an einer klinischen Studie für ein neues Medikament verläuft nicht so, wie er sich das vorstellt. Ein Pfleger des Krankenhauses gibt ihm die Adresse eines Doktors in Mexiko, der ihm weiterhelfen kann. Er macht sich auf den Weg und wird dort mit in den USA nicht zugelassenen Medikamenten wieder aufgepäppelt. Woodroof riecht einen Deal und schleust die Medikamente in hohen Mengen über die Grenze, um nicht nur sich zu helfen, sondern auch Profit daraus zu schlagen, indem er die Medikamente an andere Aids-Patienten weiterverkauft. Von seinen Freunden verlassen, baut er auf Raymond aka Rayon, eine Mitpatientin, die er im Krankenhaus kennengelernt hat.  Sie soll ihm Kunden vermitteln. Da Ron und Rayon nicht ständig die Polizei im Nacken haben wollen, beschließen sie den Dallas Buyers Club zu gründen. Eine Mitgliedschaft kostet monatlich 400 Dollar, die Medikamente gibt es dafür umsonst. Der Club wird ein riesen Erfolg, der eine Menge Probleme mit sich bringt.

Der Film ist in vielerlei Hinsicht augenöffnend. Er zeigt auf eine nüchterne Art und Weise, dass Profit über Menschenleben geht und stellt die Pharmaindustrie an den Pranger. Außerdem wird den Vorurteilen gegenüber Schwulen und der immer noch weitläufigen Meinung, dass Aids eine Schwulenkrankheit ist, entgegetreten. Es geht um Menschenwürde und menschenwürdiges Leben und Sterben. Dallas Buyers Club, inspiriert von einer wahren Geschichte, ist beeindruckend. Matthew McConaughey als eigensinniger, durchtriebener Ron Woodroof ist einmalig. Abgemagert, dass es beim Ansehen weh tut, erlebt man den Wandel von einem egoistischen, homophoben Eigenbrödler zu einem knallharten Geschäftsmann mit Herz. Der Einzige, der ihm den Rang abläuft, ist Jared Leto als dickköpfige Transgender Rayon. Das Engagement und die Leidenschaft, die in diese Rolle fließen, zeugen vom wahrem Verständnis der Seelenqualen dieser einzigartigen Person. Eine brillante Leistung.

Dallas Buyers Club – unbedingt sehen. Es ist das Geld wert und erst recht die Zeit.

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