American Hustle

Trailer

Irving Rosenfeld ist stolz auf seine fünf über New York verteilten Reinigungen. Noch stolzer ist er auf das kleine Vermögen, dass er mit nicht sehr legalen Machenschaften im Hinterzimmer einer dieser Reinigungen eintreibt. Zum einen verleiht er Geld an verzweifelte Menschen, die ihm als Provision 5000 Dollar geben, aber niemals Geld sehen. Zum anderen verkauft er gefälschte Kunstwerke. Auf einer Party lernt er Sydney kennen. Eine charmante, gut aussehende Frau, die ihn genauso faszinierend findet, wie er sie. Schnell weiht er sie in seine Machenschaften ein und sie spielt ihre Rolle als eloquente, kokette und doch versierte und vertrauenswürdige Kunstkennerin Lady Edith Greensly aus England mit Leidenschaft und Hingabe. Die beiden führen ein aufregendes Leben bis ihnen das FBI auf die Schliche kommt und sie hoch nimmt. Um einer Strafe zu entgehen, gehen die beiden mit dem exzentrischen und überambitionierten FBI-Agenten Richie DiMasio einen Deal ein. Irving und Sydney sollen straffrei davon kommen, wenn sie vier hochrangige Kommunal- und Staatspolitiker ans FBI ausliefern. Die beiden stimmen widerwillig zu und zu dritt entwickeln sie einen Plan. Doch nicht nur Irvings überdrehte, ständig betrunkene Frau Rosalyn, die sich zwischen Irving und Sydney schlägt, ist ein nicht kalkulierbarer Faktor. Auch Richie, der Gefallen an Lady Edith findet, die ihm ebenfalls nicht abgeneigt ist verkompliziert das Gelingen. Zu guter Letzt hat auch die Mafia ihre Finger im Spiel, an der widerum Rosalyn gefallen findet. Ein Durcheinander sondergleichen.

American Hustle ist überzogen und aufgesetzt, aber auf so eine fatale Art und Weise, dass er sowohl abstrus als auch erheiternd ist. Oft habe ich da gesessen und den Kopf geschüttelt ohne dabei ein Schmunzeln unterdrücken zu können. Alles ist so gewollt unrealistisch, dass es unerklärlich ist, dass diese verworrene Geschichte tatsächlich auf einer wahren Grundlage gebaut ist. Die Story ist herrlich grotesk, die Schauspieler geben ihr Bestes und das nicht nur äußerlich. Bei Sydney (Amy Adams) habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass ihr Dekolleté verrutscht und sie blank zieht, Irving (Christian Bale) mit seinem Wohlstandsbauch und dem furchtbaren falschen Haarteil, bei dem ich immer denken musste: “Oh nein, Batman! Wie furchtbar!” und Richie (Bradley Cooper) mit einer furchtbaren Minipli-Frisur sind vor keiner 70er-Jahre Style-Sünde sicher. Der fatalste Szene im Film ist, als Lady Edith Richie offenbart, dass sie will, dass alles wirklich ist, alles “real”. Ein skuriller Wunsch, dem schon bei der Aussprache der Boden entzogen ist und die Quintessenz des Films darstellt. Nichts ist real, egal wie sehr man sich um Authenzität bemüht.

Man darf diesen Film nicht ernst nehmen, nur dann kann man ihn genießen. Er hat einen bizarren Plot und grandiose Schauspieler, die ihre Charaktere mit Leidenschaft spielen. Genau deshalb ist der Film absolut sehenswert.

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