Blau ist eine warme Farbe (La Vie d’Adèle)

Trailer

Die 16-jährige Adèle geht noch zur Schule, als ihr Abenteuer mit der Kunststudentin Emma beginnt. In der Schule dreht sich bei Adèle und ihren Freundinnen alles um Jungs. Auch Adèle versucht ihr Glück mit einem Jungen aus der Stufe über ihr. Aber die kurze Liaison befriedigt ihre Suche nicht. Sie fühlt sich anders, als würde sie nicht in ihre Welt passen. Irgendetwas fehlt. Eine Ahnung von dem, was ihr fehlt, bekommt sie erst, als sie Emma zum ersten Mal auf der Straße trifft. Sie gehen aneinander vorbei, ein Blick, ein magischer Moment. Nachts träumt sie von der mysteriösen Frau mit den blauen Haaren. In der Schule teilt sie einen innigen Kuss mit einer Mitschülerin, in den sie mehr interpretiert, als angedacht war. Doch auch danach will sie sich immer noch nicht eingestehen, dass Frauen sie mehr faszinieren und anziehen als Männer. Erst Emma, die sie auf einem nächtlichen Streifzug in eine Bar wiedertrifft, schafft es, ihr die Augen zu öffnen und ihr eine völlig andere Welt zu zeigen. Ihre leidenschaftliche Affäre entwickelt sich zu einer innigen Beziehung mit Höhen und Tiefen auf die ein fatales Ende wartet.

Blau ist eine warme Farbe ist ein Episodenfilm, in dem es oft schwer zu erkennen gewesen ist, wann eine neue Episode angefangen hat, was für kurz andauernde Verwirrung gesorgt hat. Der Film ist sehr explizit und überlasst nichts der Phantasie. Dementsprechend sollten Menschen, die eine niedrige Schamgrenze besitzen oder ein Problem mit ausschweifenden Sex-Szenen haben, den Film lieber meiden. Die Story ist zwar nicht oberflächlich und ist schön und abwechslungsreich erzählt, dennoch geht es tatsächlich nur um Adèles Leben und ihre Sichtweise im Hinblick auf ihre Beziehung. Von Emma kriegt man nur das mit, was für Adèles Geschichte wichtig ist. So erfährt man zum Beispiel nicht, wie ihre Eltern das Coming-out ihrer Tochter erlebt haben oder ob sie eventuell andere (gesellschaftsbezogene) Probleme hatte. Besonders in dieser Hinsicht hat mir so manches gefehlt, obwohl der Film drei Stunden lang ist. Es bleibt zu spekulieren, ob diese Themen in einer Fortsetzung aufgegriffen werden oder ob sich ein zweiter Teil mit Emmas Sichtweise beschäftigt. Nur, dass es eine Fortsetzung geben wird, ist bei dem Untertitel (Kapitel 1 und 2/Chapitres 1 et 2) wohl zu erwarten.

Einen ausführlicheren Artikel von mir findet ihr hier.

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One thought on “Blau ist eine warme Farbe (La Vie d’Adèle)

  1. […] was – Léa Seydoux ist für mich leider kein Bond-Girl, was wiederum mit ihrer Performance in Blau ist eine warme Farbe zu tun […]

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